Freitag, 29. April 2011

Und auf einmal...

... war alles ganz anders. 
Mama fuhr ständig ins Krankenhaus und dann stand ich nach einem Mittagsschlaf auf und weder Mama noch Papa waren da. "Na gut" dachte ich mir und beschäftigte statt dessen meinen geliebten Babysitter ein bisschen. Der brachte mich dann Abends auch ins Bett, denn noch immer waren weder Mama noch Papa da. Komisch kam mir das schon vor, aber ich war viel zu müde vom spielen, um mir weitere Gedanken zu machen.
Am nächsten morgen weckte mich dann mein Papa, was ich schon ein bisschen komisch fand, denn eigentlich bin ich doch fürs wecken zuständig... Er zog mich an, ich durfte mir ein paar Spielsachen aussuchen und dann fuhren wir zu meiner Lieblingsleihfamilie. Dort verbrachte ich dann den ganzen Tag , das war ganz lustig, und auch die Nacht, was ich gar nicht so komisch fand. Wo war meine Mama und warum holte mich mein Papa nicht ab??? Nachts konnte ich dann nicht so gut schlafen, aber ich hatte dabei  ganz liebe Unterstützung von den Erwachsenen. 
Und dann, am nächsten Tag nach dem Frühstück fuhr meine Lieblingsleihfamilie mit mir in einem fremden Auto an einen fremden Ort, wo ich dann endlich meine Mama wieder sah. Nachdem ich sicher gestellt hatte, dass es ihr nicht so schlecht ging, wie sie aussah, bemerkte ich dieses kleine, sich bewegende Etwas in dem weißen Käfig neben Mamas Bett. Es war ganz winzig klein, ein bisschen zerknittert und hatte so viele Haare! Ich verliebte mich sofort, wollte es streicheln, küssen und auf den Arm nehmen. Und ich durfte! 
Ich und meine Schwester im Krankenhaus
Die Erwachsenen sagen, dass das kleine Ding meine Schwester ist und ich nun ein großer Bruder bin und ganz lieb sein muss. Klar bin ich lieb. Aber irgendwie sind die Erwachsenen auch ein bisschen komisch mit meiner Schwester. Ich darf sie nicht alleine tragen, nicht so viel und vor allem doll knuddeln wie ich es gerne mag und vor allem muss ich sie mit den Erwachsenen teilen. Dabei ist sie doch jetzt meins!!!
Ein paar Tage besuchten wir meine Mama und meine Schwester, ihr Name ist übrigens Melina Sophie, noch im Krankenhaus um sie dann irgendwann mit nach Hause zu nehmen. Ich und der Lieblingsbabysitter hatten schon Melinas Bettchen bei mir im Zimmer aufgebaut, während der Papa noch ein paar Feinheiten für Mamas Rückkehr richtete. Als die beiden endlich zu Hause waren, war nicht nur der Papa ganz doll glücklich sondern ich auch, immerhin hatten wir meine kleine Schwester wirklich mitgenommen.
Jetzt ist sie schon seit fast vier Wochen meine Schwester und ich find sie immer noch total toll. Aber ich muss Mama und Papa auch viel helfen, weil die Kleine ihre Windeln noch nicht selber aus dem Schrank holen kann, die Erwachsenen nicht immer so schnell sind wenn sie weint und so weiter. Mama sagt ich bin ein toller Bruder und als solcher verabschiede ich mich für heute von euch.
Bye,

1 Kommentar:

Sari hat gesagt…

WOW, ich gratuliere und dann auch noch ein Mädchen. Ein bisschen neidisch bin ich ja schon :) Unser Junge müsste auch jeden Tag kommen. Du hast ja wenigstens schon die Erfahrung, ich weiß so gar nicht, was mich erwarten wird. Ich wünsche Dir eine ganz wunderbare Zukunft mit Deiner kleinen Familie :)