Was ich alles dieses Wochenende erlebt habe... Und was Mama alles durchgemacht hat... Ein bisschen tut sie mir ja schon Leid, aber ich bin nun mal ein Kind und da bleibt "so ein bisschen" Aufregung nun einmal nicht aus.
Aber lest selbst:
Am Freitag war ich mit meinem Papa und meiner kleiner Schwester auf dem Spielplatz. Alles war gut und fein und wir hatten jede Menge Spaß miteinander. Zum Ende hin versteckte ich mich unter meiner Wollmütze und machte für Melina dieses "Kuckuck"Spiel, was sie so besonders lustig findet. Ich fand es auch witzig und konnte gar nicht genug davon bekommen, so dass ich dann sogar mit Mütze über den Augen anfing zu rennen. Gemeinerweise sprang mir dann einer von diesen Bordsteinkanten in den Weg und brachte mich zum Sturz. Wäre noch nicht so schlimm gewesen, wenn die Bordsteinkante sich nicht vorher mit dem Metallmülleimer abgesprochen hätte, denn dieser sprang genau in meiner Flugbahn. Ergebnis: Eine ganz fiese kleine, blutende Wunde an der Stirn. Natürlich tröstete mich Papa gleich, als wir dann aber nach Hause kamen, sah Mama gleich, dass etwas passiert war und wurde ganz blass, als sie das Unglück unter der Mütze sah und Papa ihr alles in den schillerndsten Farben erzählte.
Heute tut es zwar noch weh wenn man dran kommt, aber es juckt auch ganz schön unter dem dicken Schorf. Am Samstag waren wir dann in einem Familienzentrum zum Brunch und während Mama meine Schwester noch auszog, ging ich in Richtung Versehrtentoilette, machte die Tür zu und drehte an diesem verführerisch glänzenden Knauf. Keine 5 Sekunden später hörte ich meine Mama, die versuchte die Tür zu öffnen. Die Klinke ging runter aber die Tür nicht auf. Komisch. Von draußen hörte ich, wie Mama nach einem Schlüssel fragte, den es aber nicht gab, was sie ein bisschen zu erschrecken schien. Inzwischen wurde es mir zu langweilig da in dem fensterlosen Raum und ich wollte wieder raus. So oft ich auch auf die Klinke drückte, die Tür blieb zu. "Dreh mal den Knopf Alex!" riefen mir mehrere Leute von draußen immer wieder zu, die wussten wohl nicht, dass ich wieder raus wollte und nicht an irgendwelchen Knöpfen spielen mochte. Mama erzählte mir auch die ganze Zeit etwas von dem Knopf und das draußen Schokolade und Cornflakes warten würden. Wieso verstanden die denn alle nicht, dass ich ja WOLLTE, aber nicht KONNTE?!
"Du musst da unten drehen, wie bei einer Flasche, dann geht die Tür wieder auf!" Achso, na das hätte Mama doch schon eher sagen können. Ich drehte einmal, bekam Freudenjubel und drehte noch einmal, dann konnte ich Mama in die Arme fallen.
Eins sag ich euch, noch einmal geh ich in den gemeinen Raum nicht alleine! Nee, nee, nee!
Liebe Grüße und auf bald,

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen