Dienstag, 21. Februar 2012

Wasn Tag

Ich werde wach, schaue in das Bett von meiner kleinen Schwester, die anscheinend schon bei Mama und Papa kuscheln ist, und gehe ebenfalls nach drüben. Natürlich, da liegt sie. Ich klettere ebenfalls ins Bett, steige über Papa rüber, leg mich in die Mitte und küsse einen nach dem anderen ganz lieb wach.
Wie jeden Tag.
Und dann ist irgendwie alles anders. Heute bekomme ich kein Frühstück zu Hause, weil es das im Kindergarten gibt. Heute ist ein komischer Tag. Dann geht Mama ins Kinderzimmer und kommt mit einem braunen Anzug zurück. Ich lasse es über mch ergehen und werde dafür in Form einer Löwengestalt belohnt. ICH bin der Löwe, als ich in den Spiegel schaue. Und ich habe sogar einen echten Löwenschwanz am Po zu hängen!!!  Mama malt mir noch mit einem weichen schwarzen Stift die Nase schwarz und eine paar Schnurrhaare ins Gesicht und setzt mir dann eine Mütze mit Haaren und Ohren auf den Kopf. So darf ich in den Kindergarten! Ich kann es kaum glauben und freue mich total!
Als wir dort ankommen sehen irgendwie alle ganz anders aus als sonst. Da laufen auf einmal Mäuse, Katzen, Clowns, Kängurus und noch vieles mehr herum. Ist das jetzt jeden Tag so?!
Nach dem Mittagsschlaf scheint aber alles wieder wie immer zu sein, zumindest haben ganz viele wieder normale Klamotten an, aber ich darf meinen Löwenanzug wieder anziehen. Als Mama dann kommt um mich abzuholen, möchte ich erst gar nicht mit, aber dann erzählt sie mir, dass wir zu einer Freundin fahren um dann mit dieser rodeln zu gehen. Das lass ich mir dann doch gefallen und ziehe mir schnell meine Schuhe und den Schneeanzug an, steige ganz ohne gemosere ins Auto und bekomme dann tatsächlich eine ganz tolle und vor allem meine erste Rodeltour in diesem Jahr geboten.
Als wäre das noch nciht genug, darf ich das Chamäleon mit einer Blumenspritze einnebeln und die Bartagamen mit irgendwelchen Krabbelviechern füttern. Total cool, nur wenn meine kleine Schwester den Tieren zu nahe kommt, werd eich leicht panisch. Wer weiß schon, was die mit einem so kleinen Kind alles anstellen?!
Das war nen grandioser Tag gewesen, aber glaubt mir, ich bin so froh, als ich mich endlich in meine Kissen kuscheln darf, denn anstrengend war es alle Male!
Bis danni,

Samstag, 4. Februar 2012

Ich geh nicht ohne...

Stellt euch vor, zu meinem letzten Geburtstag habe ich ein Laufrad von Mama und Papa bekommen. In quitschgrün. Zu meinem Geburtstag hatte ich natürlich gleich versucht damit zu fahren, aber irgendwie ist dieses fiese kleine Ding immer in die falsche Richtung gefahren. Gegen Zäune, Wände, Richtung Straße... Das fand ich ganz schön doof, mal davon abgesehen, dass es dann auch noch immer umgefallen ist. Papa hat es dann in den Keller gestellt und ich hatte es vergessen. 
Letzte Woche hatte Mama Melinas neues Bett aus dem Keller geholt und ist dabei über das Laufrad gestolpert und hat es mit nach oben gebracht. Was soll ich euch sagen? Das Ding hatte so eine Angst zurück in den Keller zu müssen, das es auf einmal ganz vernünftig das tat, was ich wollte. Seit dem verbringe ich jede freie Minute außerhalb der Wohnung auf meinem Laufrad. Bis auf den einen Morgen, als Mama mich ohne in die Kita bringen wollte. Wegen dem bisschen Schnee draußen, die Wege waren schließlich alle frei und so machte ich Theater, versuchte mich zu widersetzen und mir lautstark Gehör zu verschaffen, doch alles bocken half nichts, ich musste ohne in den Kindergarten.
Nachmittags holte Mama mich dann aber wie versprochen MIT dem Laufrad ab und die Welt war wieder in Ordnung. Außerdem konnte ich ihr gleich noch beweisen, dass ich als echter Sportler auch bei Schnee laufradeln kann.
Ich bin ein echter Langstrecken Läufer, immerhin laufe ich mit Mama oder Papa gerne (und Regelmäßig)  nach Tegel, was von zu Hause 2,4km zu Fuß (oder auch Laufrad) sind. Dann stromern wir dort ein bisschen rum, gehen ans Wasser, ein Eis essen oder anderes und laufen dann wieder Heim. Gut, manchmal werde ich die letzten 500m auf dem Rückweg dann getragen, aber wirklich nur sehr selten. Tja, das soll mir erst einmal jemand nachmachen, mit so kurzen Beinchen... 
Das war es erst einmal von mir, 
bis demnächst,